Wohnraumkrise in Küsnacht – Realität und Gemeinderat klaffen auseinander

Reicht diese Politik angesichts der Wohnraumkrise?
Küsnacht – jetzt handeln statt wegschauen
In Küsnacht wird Wohnen für immer mehr Menschen unerschwinglich. Die Mieten steigen seit Jahren kontinuierlich, während bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird.
Die Folgen sind klar sichtbar: Familien, Mittelstand, Pflege- und Gewerbeangestellte, junge Erwachsene und ältere Menschen werden zunehmend aus der Gemeinde verdrängt – oder finden gar keinen Wohnraum mehr dort, wo sie arbeiten und leben.
Küsnacht verliert damit Schritt für Schritt seine soziale Durchmischung. Wohnen droht vom Grundrecht zum Privileg zu werden.
Die Realität ist klar
Die Wohnkosten steigen weiter, während der Anteil an preisgünstigem Wohnraum kaum zunimmt. Trotz Arbeit, Einkommen und langjähriger Verbundenheit zur Gemeinde finden viele Menschen keine bezahlbare Wohnung mehr.
Diese Entwicklung ist seit Jahren bekannt – aber sie verschärft sich weiter. Politisches Abwarten löst das Problem nicht.
Die Initiative: konkrete, machbare Schritte statt Stillstand
Im September 2025 wurde die Initiative „Mehr preisgünstiger Wohnraum in Küsnacht“ eingereicht.
Sie ist eine klare Antwort auf die Wohnkrise – und fordert keine radikale Umwälzung, sondern eine realistische, verantwortungsvolle Weiterentwicklung:
- Der Anteil an preisgünstigem Wohnraum soll pro Amtsperiode um 0,5% erhöht werden
- Gemeinnützige, gemeinschaftliche und generationenübergreifende Wohnformen sollen gezielt gestärkt werden (Ueli Häffeli)
Die zentrale Frage lautet:
Gestalten wir Wohnpolitik aktiv – oder nehmen wir Verdrängung weiterhin einfach hin?
Der Gemeinderat bremst – die Realität spricht eine andere Sprache
Der Gemeinderat empfiehlt die Ablehnung der Initiative und verweist auf bestehende Instrumente.
Doch die Realität zeigt etwas anderes: Die Mieten steigen weiter, bezahlbarer Wohnraum wird knapper, und der Druck auf breite Bevölkerungsschichten nimmt zu.
Die Frage ist deshalb nicht theoretisch, sondern dringend:
Reicht das wirklich noch aus?
Entscheidung an der Gemeindeversammlung
Am 22. Juni 2026 entscheidet die Gemeindeversammlung über die Initiative.
Das ist kein symbolischer Akt – sondern eine konkrete Weichenstellung für die Zukunft von Küsnacht.
Im Zentrum steht eine einfache Frage:
Wer kann sich Küsnacht in Zukunft noch leisten?
SP Küsnacht: Für eine soziale Wohnpolitik
Die SP Küsnacht unterstützt die Initiative klar.
Wir stehen für eine Wohnpolitik, die Realität anerkennt, Verantwortung übernimmt und soziale Durchmischung sichert – statt zuzuwarten, bis Verdrängung zur Normalität wird.
Darum rufen wir zur Teilnahme an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026 auf.
Für ein Küsnacht, das sozial durchmischt bleibt.
Für eine Wohnpolitik, die handelt statt zuschaut.
SP Küsnacht
Elisa Catanho, Präsidentin

Wir rufen Küsnacht zur Teilnahme an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026 auf